Katalog 123

 

 

 

 

GUSTAV KLIMT

 

 

Zeichnungen

Briefe & Dokumente

 

 

 


 

 

 



 

 

 

Ornamentskizzen:  Hahn, Putto mit Fackel und Fledermaus

 

 

 

 

Bleistift, Feder in brauner Tinte, bezeichnet "Girardi" (?), zwei Blätter, auf der Rückseite des größeren Blattes eine Studie zur liegenden Figur der "Nacht" in Bleistift, die Rückseite des kleineren Blattes geschwärzt, Knitterspuren, leicht gebräunt, kleine Einrisse in den weißen Rändern, der rechte Rand des kleineren Blattes unregelmäßig, Nachlaßstempel (Sammlung R. Zimpel) auf den Rückseiten beider Blätter; 44,7 : 31,5 cm und 44,7 : 18 cm.

(1881)

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.41 (die Bezeichnung als "Jiraroli" gelesen, Maße ungenau); Christian M. Nebehay, Klimt Dokumentation, 1969, Abbildung 84 (Ausschnitt).

 

Entwürfe für die Randleiste der Reinzeichnung "Die Tageszeiten" (Strobl, Nr.42), eine Allegorie, die als Tafel 26 in "Allegorien und Embleme", Band I, Wien, Verlag Gerlach & Schenk, 1882-1884, erschienen ist.

 

 

Gustav Klimt, "Die Tageszeiten", Autotypie, gedruckt bei Ammerer & Görschel in Wien

Aus: Martin Gerlach (Herausgeber), Allegorien und Embleme. Originalentwürfe von den hervorragendsten modernen Künstlern, sowie Nachbildungen alter Zunftzeichen und moderne Entwürfe von Zunftwappen im Charakter der Renaissance. Erläutender Text von Dr. Albert Ilg, Abteilung I: Allegorien (Wien, Gerlach & Schenk, 1882-1884), Tafel 26.

 

 

 

 

"Zu den ersten Aufträgen, die Klimt selbständig ausführte, gehören die Reinzeichnungen für »Allegorien und Embleme 1. Folge«, einem von Martin Gerlach herausgegebenen Werk, das in Lieferungen von 1882-84 erschien ... In den bereits ein Jahr vorher, 1881 entstandenen Allegorien der 'Tageszeiten', deren Randleiste sich unschwer von Maximilians Gebetbuch, wahrscheinlich von deren lithographischer Vervielfältigung durch Strixner im 1. Viertel des 19. Jahrhunderts, ableiten läßt, sind die verschiedenen Tageszeiten durch Stellungen weiblicher Figuren erläutert ..." (Strobl, Klimt, I, p.27).

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Bestell-Nr.: 123/1

 

Euro 28.000.-

 

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Entwurf für die Reinzeichnung »Oper«

 

 

 

 

Bleistift, signiert "G. Klimt", in den weißen Rändern mehrere kleine Skizzen, auf der Rückseite zehn verschiedene Studien in schwarzer Kreide: vier Entwürfe zu einer Supraporte, Frauenkopf im Profil nach links, Brustbild einer Dame im Profil nach links, und im unteren Rand eine eigenhändige (?) Anmerkung in Bleistift: "Mirzl und Dreher 1884 / 1884 / ehe (?) Gustav Klimt / Karoline Holdefreund (?) Lieber Hans", in der Mitte: "ich", "333333 3489 33", horizontale Faltspur, kleine Einrisse in den Rändern, Nachlaßstempel (Sammlung R. Zimpel) auf der Rückseite; 52,2 : 36 cm.

(1883)

 

 

Rückseite

 

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.69 (die Studien und Anmerkungen auf der Rückseite nicht beschrieben, Maße ungenau); Christian M. Nebehay, Gustav Klimt Dokumentation, 1969, Abbildung 102; Katalog Gustav Klimt - Henri Matisse, Darmstadt, Mathildenhöhe, 1970, Nr.12 und Abbildung; Katalog Experiment Weltuntergang. Wien um 1900, Hamburger Kunsthalle, 1981, Nr.11 ("Heilige Cäcilie – Allegorie der Oper") und Abbildung; Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Von der Zeichnung zum Bild, 1992, p.23, Abbildung 17; Barbara Sternthal, Gustav Klimt. Mythos und Wahrheit, 2006, Abbildung p.8.

 

Entwurf für die Allegorie "Oper", in: "Allegorien und Embleme", Band I, Wien, Verlag Gerlach und Schenk, 1882-1884, Tafel 64a.

 

 

 

Gustav Klimt, "Oper", Autotypie, gedruckt bei Ammerer & Görschel in Wien

Aus: Martin Gerlach (Herausgeber), Allegorien und Embleme. Originalentwürfe von den hervorragendsten modernen Künstlern, sowie Nachbildungen alter Zunftzeichen und moderne Entwürfe von Zunftwappen im Charakter der Renaissance. Erläutender Text von Dr. Albert Ilg, Abteilung I: Allegorien (Wien, Gerlach & Schenk, 1882-1884), Tafel 64a.

 

 

"Die »Allegorie der Oper«, eine Art Heiligenbild in der Tradition des venezianischen Cinquecento, verweist bereits auf eines von Klimts Leitthemen, die kultische Verherrlichung jener Kunstreligion, welche dem bürgerlichen 19. Jahrhundert seit der Romantik als Religionsersatz diente" (Werner Hoffmann, Gustav Klimt. In: Katalog Experiment Weltuntergang, p.27).

"Auch für die dritte, 1883 entstandene Allegorie »Oper« wählte Klimt wieder einen architektonischen Renaissancerahmen. Wie eine Skizze kleinsten Ausmaßes in der linken unteren Ecke eines Blattes mit Detailstudien andeutet, dürfte Klimt zunächst an die Wiedergabe eines Sängers auf einer Freitreppe gedacht haben und sich ähnlich wie andere Künstler ... für ein Genrebild entschieden haben. In der Ausführung ging er zu einer allgemein gültigeren Darstellung einer Sängerin über, die er von einem Kithara spielenden Apoll begleiten ließ" (Strobl, Klimt, I, p.28).

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/4

 

Euro 64.000.-

 

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Tanzendes Mädchen

 

 

 

 

Schwarze Kreide, weiß gehöht, Packpapier, auf der Rückseite die Zählnummer "2058" in Bleistift, drei kleine Einrisse im rechten und im unteren Rand, Nachlaßstempel (Sammlung R. Zimpel) auf der Rückseite; 44,4 : 31,4 cm.

(1885)

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.140 (Maße ungenau); Katalog Gustav Klimt - Egon Schiele. Zeichnungen und Aquarelle, Wien, Graphische Sammlung Albertina, 1968, Nr. 3; Christian M. Nebehay, Gustav Klimt Dokumentation, 1969, Abbildung 98 (Ausschnitt).

 

Studien für das im Hintergrund tanzende Mädchen des Deckengemäldes "Der Tanz" im Zuschauerraum des Stadttheaters Karlsbad (Fritz Novotny – Johannes Dobai, Gustav Klimt, 1967, Nr.30).

 

Gustav Klimt, "Tanz" (Deckengemälde), 1886

Stadttheater Karlsbad (Karlovy Vary), Zuschauerraum

 

 

  

 


 

 

 

 

Bestell-Nr.: 123/6

 

Euro 40.000.-

 

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Studie für die Gesamtkomposition der Huldigungsadresse

an Karl von Hasenauer und verschiedene Stellungsstudien für die Hauptfigur

 

 

 

 

 

Bleistift auf Transparentpapier, leicht fleckig, kleine Einrisse und Knitterspuren in den Rändern; 43,5 : 18,8 cm.

(1888)

 

Siehe: Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.228.

 

Studie für die als Aquarell ausgeführte Zierleiste der Huldigungsadresse, die Karl von Hasenauer, dem Erbauer des Burgtheaters, von seinen Mitarbeitern im Jänner 1889 überreicht wurde (Strobl, I, Nr.224).

 

 

 

Huldigungsadresse an Karl von Hasenauer mit Randzierleiste von Gustav Klimt, Jänner 1889

Österreichisches Theatermuseum - Wien

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/8

 

Euro 28.000.-

 

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Frauenakt beim Öffnen eines Vorhanges, links Wiederholung des Aktes

 

 

 Vorderseite

 

 

Schwarze Kreide, liniertes Papier, auf der Rückseite Kopf eines bärtigen Mannes (Bleistift) und der Stempel einer Papierhandlung in Wien VII, Siebensterngasse (der Name der Papierhandlung ist unleserlich), etwas gebräunt und in den Rändern fleckig, kleine Einrisse; 19,2 : 11,9 cm.

(1898)

 

 

Rückseite

 

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.357 und 343 (Rückseite); Christian M. Nebehay, Gustav Klimt Dokumentation, 1969, Abbildung 231.

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/13

 

Euro 14.000.-

 

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Brustbild eines Herrn im Profil nach links

 

 

 

 

Bleistift, Packpapier, auf der Rückseite die Zählnummer "2629" und alt bezeichnet "H K." Knitterspuren in der rechten oberen Ecke; 43,5 : 31 cm.

(1896-1898)

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.379 (Maße ungenau).

 

"In den Jahren 1896-98 entstanden zahlreiche Bildniszeichnungen. Unter ihnen überwiegen zunächst Brustbilder, die bis auf wenige Ausnahmen mit keinem gemalten Porträt in Zusammenhang zu bringen waren, und wohl vom Künstler als selbständige Bildniszeichnungen ausgeführt wurden" (Strobl, Klimt, I, p.123).

Die schöne Zeichnung gehört zu den wenigen bildmäßig ausgeführten männlichen Porträts Gustav Klimts.

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/14

 

Euro 110.000.-

 

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Zwei Entwürfe mit Nike – Zwei Entwürfe mit Kopfdarstellung

Kompositionsskizzen für das Gemälde »Irrlichter«

 

 

 Vorderseite

 

 

Blaue Kreide und Bleistift, auf der Rückseite Kompositionsskizzen für das Gemälde "Irrlichter", Packpapier, leicht gebräunt; 45,3 : 31 cm.

(1899/1900)

 

 

 

Rückseite

 

 

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, I, 1980, Nr.711 (Maße ungenau) und Nr.685 (Rückseite); Christian M. Nebehay, Gustav Klimt Dokumentation, 1969, Abbildung 241; Alice Strobl, Klimts "Irrlichter". Phantombild eines verschollenen Gemäldes. In: Klimt-Studien, Mitteilungen der Österreichischen Galerie, Jahrgang 22/23, 1978/79, Nr. 66/67, p.124 und Abbildung 34 (Rückseite); Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Von der Zeichnung zum Bild, 1992, p. 278, Abbildung 340 (Ausschnitt); Rainer Metzger, Gustav Klimt. Das graphische Werk, 2005, Abbildung p. 109.

 

Entwürfe eines nicht ausgeführten Umschlages für den österreichischen Katalog der Pariser Weltausstellung 1900.

 

"Wie der kaum leserlichen Beschriftung der oberen Skizze des Blattes zu entnehmen ist, stehen diese mit Entwürfen für einen Katalogumschlag der Pariser Weltausstellung in Zusammenhang ... Nachdem dieser Katalogumschlag nicht zur Ausführung gelangte, nahm Klimt die Darstellung zum Ausgang für weitere Studien, um damit die Widmungsadresse für Rudolf v. Alts 88. Geburtstag in Ver Sacrum (November 1900) vorzubereiten ..." (Strobl, Klimt, I, p.211)

 

 

 

Gustav Klimt, Illustration in Golddruck zur Widmungsadresse der Secessionisten für Rudolf v. Alt zu seinem 88. Geburtstag.

Aus: Ver Sacrum, III.Jahrgang (1900), S.315

Wiederaufnahme des Entwurfes der Nike zur Illustration der Widmungsadresse.

 

 

 

"Die beiden unteren Skizzen auf dem Blatt dienten für die graphische Reduktion des Gemäldes Pallas Athene von 1898. Neu hinzu kamen jedoch die vom Helm der Athena Parthenos des Phidias herrührende Helmzier, die auch in Klimts Allegorie der »Skulptur« von 1889 wiedergegeben ist, im vorliegenden Blatt jedoch in beiden Skizzen nur angedeutet wurde ... Klimt ... verwendete die Komposition, nachdem wie erwähnt der Katalog für die Pariser Weltausstellung nicht zustande kam, für den Umschlag des 1. Heftes von Ver Sacrum 1900. Dies setzt ein Entstehungsdatum in der zweiten Hälfte 1899 voraus, das in ähnlicher Weise für die auf der Rückseite gezeichneten Kompositionsskizzen für »Irrlichter« eine zeitliche Einordnung um die Jahrhundertwende nahelegt" (Strobl, Klimt, I, p.211).

 

 

 

Gustav Klimt, Irrlichter, 1903

Privatbesitz

 

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/16

 

Euro 40.000.-

 

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Drei Kompositionsentwürfe für das Bildnis Eugenia Primavesi

 

 

 

 

Bleistift, Japanpapier, auf der Rückseite alt mit Blaustift numeriert "188", Knitterspuren, Nachlaßstempel (Sammlung R. Zimpel); 56,5 : 37 cm.

(1912/13)

 

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen, II, 1982, Nr.2157 (Maße ungenau); Christian M. Nebehay, Gustav Klimt. Von der Zeichnung zum Bild, 1992, p.148, Abbildung 171 (Ausschnitt); Rainer Metzger, Gustav Klimt. Das graphische Werk, 2005, Abbildung p.307 (Ausschnitt).

 

"Von besonderem Interesse sind wiederum die kleinen Skizzen (Kat. Nr.2157), von denen die untere links mit ihrem ondulierenden Umriß der Studie Kat. Nr.2155 entspricht, wenn man von der geänderten Armhaltung absieht. Die Skizze rechts oben kommt der Ausführung näher, betont jedoch gegenüber dieser das Räumliche der Sitzgelegenheit stärker" (Strobl, Klimt, II, p.274).

 

 

Gustav Klimt, Eugenia (Mäda) Primavesi, 1913/14

Municipal Museum of Art, Toyota

 

 

Im Dezember 1913 hatte Gustav Klimt das Bildnis (Fritz Novotny – Johannes Dobai, Gustav Klimt, 1967, Nr.128) mit der Eisenbahn an Eugenia Primavesi in Olmütz (Olomouc) geschickt. "Eugenia (auch Eugenie) Primavesi, geb. Butschek, wurde am 13. Juni 1874 in Langenzersdorf geboren, der Heimatgemeinde des Bildhauers Anton Hanak, für den sie eine wichtige Auftraggeberin war. Als Mädchen nahm Eugenia Schauspielunterricht am Wiener Konservatorium. Ein erstes Engagement führte sie nach Olmütz ... Dort lernte sie Otto Primavesi kennen, den sie am 19. November 1895 heiratete ... Der Bankier Otto Primavesi, Inhaber einer prosperierenden Privatbank ... ist mit der Institution der Wiener Werkstätte eng verbunden ... Eugenia Primavesi starb am 13. Juni 1963 in Wien ..." (Tobias Natter – Gerbert Frodl, Klimt und die Frauen, Österreichische Galerie Belvedere, 2000, pp.128-131).

 

 

 


 

 

 

Bestell-Nr.: 123/20

 

Euro 28.000.-

 

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